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Lara Stanic


unterwasserwerk

BezeichnungPerformance
AufführungenStomereien Festival Zürich, Aufführungen am 2. und 3. August 2009
Tanzhaus Wasserwerk, Badi Unterer Letten
BeschreibungDie Performance ist aus dem Wunsch entstanden, ein Unterwasser-Musikstück zu kreieren. Die Künstlerin angelt in der Limmat nach Tönen. In einer ca. 20-minütigen Aktion bzw. Performance gestaltet die Künstlerin einen musikalischen Ablauf, der mit live aufgenommenen Unterwasser-Audioaufnahmen spielt. Vom Steg der Badi Unterer Letten angelt die Musikerin mit einer Tonangel, an der ein Unerwassermikrofon angebracht ist, nach Klängen und Geräuschen im Fluss.
Es wird an verschiedenen Stellen, z.b. in Wasserschnellen, und in verschiedenen Tiefen des Flusses „gefischt“. Das Mikrofon wird wie ein Köder mal langsam, vorsichtig und mal kräftig ins Wasser geworfen. Die Unterwassergeräusche werden über die Lautsprecher wiedergegeben und gleichzeitig aufgenommen. Am Anfang der Performance lauscht man den realen Flussklängen. Die Mikrofone sind hier Abnehmer und Verstärker für die Töne. Im Laufe der Performance wandert das musikalische Ereignis von den realen Flussklängen zunehmend in Fantasieklänge. Es entsteht eine Unterwasser-Klangwelt, so wie die Künslerin sie sich vorstellt. Die Frage Wie klingt es im Fluss? wird allmälich von der Frage Wie könnte es im Fluss klingen? überlagert. Mittels Live-Elektronik werden reale Geräusche zunehmend verändert und führen die Zuhörer in weitere mögliche Unterwasserklänge. Bevor man Unterwasseraufnahmen hört, macht man sich eigene Vorstellungen, wie es in der Limmat klingen könnte. Diese Fantasieklänge, die man in sich trägt, möchte ich in ein Zusammenspiel mit den realen Flussklängen bringen.
Das Mikrofon wird im Laufe der Performance nicht nur als Abnehmer eingesetzt, sondern auch als Sensor, mit dem man verschiedene musikalische Parameter (Tonhöhe, Lautstärke usw.) beeinflussen kann. Die Lautsprecher werden im überdachten Teil der Badi und unter den Sitzbänken plaziert.

Bild 1: Unterwasserwerk.5 Bild 2: Unterwasserwerk.5 
Bild 3: Unterwasserwerk.5 Bild 4: Unterwasserwerk.5